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Häufigkeit  von ASS

Wie häufig ASS auftritt, wird Weltweit unterschiedlich angegeben.

Das " Center for Disease Control" in den USA geben 2006 die Zahlen an:  1 von 110 Kindern im Alter
von 8 Jahren ist betroffen.

Der Bundesverband Autismus-Deutschland gibt 2010 folgende Zahlen an.

Häufigkeit der autistischen Spektrum Störungen

Alle autistischen Spektrum Störungen:

6-7

pro 1000

Frühkindlicher Autismus:

1,3-2,2

pro 1000

Asperger-Autismus:

1-3

pro 1000

Andere tiefgreifende Entwicklungsstörungen:

3,3

pro 1000

 

Jungen sind 3-4-mal so häufig betroffen.

In den Letzten Jahren kann man feststellen, dass immer mehr
Menschen eine Autismus Diagnose bekommen. Dies ist wahrscheinlich darauf
zurückzuführen, dass es bessere Diagnose-Möglichkeiten gibt, dass die
Gesellschaft mehr über Autismus weiß und besser darauf achtet und dass es nicht
mehr so häufig mit anderen Diagnosen verwechselt wirt.

Informationen zur Autismus-Spektrum-Störung

 

Zur Geschichte des Autismus

- 1911 verwendet Eugen Bleuer erstmals den Begriff Autismus in Verbindung mit Schizophrenie.

- 1943 beschreibt Leo Kanner  Autismus als eigenständiges Krankheitsbild ( frühkindlicher Autismus), ICD
  10, F 84.0.

- 1944 beschreibt Hans Asperger das später nach ihm benannte Asperger-Syndrom, ICD 10 F84.5.

- 1981 greift Lora Wing die Arbeit von Hans Asperger auf und untersucht selbst Kinder in Bezug auf das 
  Asperger Syndrom.

- 1993/94 findet das Asperger-Syndrom Aufnahme indie ICD 10- und DSM-IV- Systeme

 

Heute geht man dazu über von Autismus-Spektrum-Störung zu sprechen

 

Was ist die "Autismus-Spektrum-Störung"?

 

Das Wort Autismus kommt aus dem Griechischen" αὐτός" "selbst" und" ismos " Zustand.

In den internationalen
Diagnosesystemen ICD 10 und DSM-IV findet man die Autismus-Spektrum-Störung
(ASS) unter den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen.

  • frühkindlicher Autismus ( F 84.0)
  • Asperger-Syndrom         ( F 84.5)
  • atypischer Autismus ( F 84.1, F 84.10-F84.12)

 

Der Begriff ASS macht deutlich, dass ein Kontinuum von Symptomen und Schweregraden zu diesem
Krankheitsbild gehören.

Die Ausprägung der Symptome variiert von erheblicher Beeinträchtigung bis zu fast unauffälligem Verhalten und überdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten. Die Ausprägung kann sich im Laufe der Entwicklung verändern.

Es gibt kein einziges Verhalten, das immer auftritt und keines, das Menschen automatisch von einer
Autismusdiagnose ausschließt. (Wing&Gould,1979).

Menschen mit Autismus verhalten sich oft auffällig, seltsam und unangepasst.

 "Sie sind irgendwie anders".

Sie zeichnen sich aus, zum Beispiel durch Beharrlichkeit, Beständigkeit und Ausdauer, durch Ehrlichkeit, durch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, durch Genauigkeit, durch ein gutes Gedächtnis, durch die
Fähigkeit Details zu sehen, durch besondere Fähigkeiten in der Wahrnehmung und Vieles Mehr.

Die Auswirkungen der Störung behindern auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Eingliederung in die Gesellschaft, da sowohl kognitive als auch sprachliche, motorische, emotionale und interaktionale Funktionen betroffen sein können.

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